Diversara · ElternKompass
Sommerferien mit neurodivergentem Kind
Warum gerade jetzt alles kippt und was du sofort tun kannst
Aufzeichnung vom 31. Juli · Alexis Weavind
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Was auf dieser Seite steht
Der ganze Inhalt steht hier auch als Text. Du musst das Video nicht anklicken, um ihn zu haben. Wenn du gerade fünf Minuten hast, lies die ersten drei Abschnitte — das reicht.
- 2 MinWarum die Ferien kippen
- 2 MinMeltdown oder Burnout
- 3 MinDein Schritt für morgen
- 50 MinDie Aufzeichnung
- 2 MinWie es weitergeht, wenn du willst
Lesezeit 2 Minuten
Warum die Ferien kippen
Die Schule hat einen Teil der Regulation für euch getragen.
In den Ferien fällt die Vorhersehbarkeit des Stundenplans weg, und dein Kind muss sie selbst herstellen. Sein System, das darin die größten Schwierigkeiten hat, kann das aber gar nicht leisten.
Gleichzeitig wird die Anpassungsleistung aus dem ganzen Schuljahr fällig, weil sie nicht verschwunden ist, sondern nur aufgeschoben wurde. Das kennst du wahrscheinlich von dir selbst: Du schleppst dich zum Urlaub hin und brichst dann zusammen. Und das Resultat der Anpassung deines Kindes wird dort abgeladen, wo es sicher ist.
Dass es bei dir kippt, ist kein Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst. Es ist das Zeichen, dass du sicher bist.
Lesezeit 2 Minuten
Was ist der Unterschied zwischen Meltdown und Burnout?
Ein Meltdown ist eine akute Entladung des Nervensystems. Er dauert Minuten bis Stunden und wird durch ein konkretes Zuviel ausgelöst. Danach ist dein Kind erschöpft, aber wieder da — inklusive seiner Fähigkeiten.
Burnout ist ein schleichender Prozess im Innen. Über Wochen bis Monate summieren sich die Überreizungen, und er geht nicht weg, wenn man einmal ausschläft.
Meltdown
- Akut, Minuten bis Stunden
- Ein konkretes Zuviel als Auslöser
- Danach erschöpft, aber wieder da
- Die Fähigkeiten bleiben
Burnout
- Schleichend, Wochen bis Monate
- Die Summe aus Überreizungen
- Geht nicht weg, wenn man einmal ausschläft
- Fähigkeiten fallen weg
Beim Burnout fallen Fähigkeiten weg, die dein Kind im Juni noch hatte. Sich allein anziehen. Sprechen, obwohl es sonst spricht. Allein auf die Toilette gehen. Aushalten, dass jemand den Raum betritt.
Das ist ein Nervensystem, das Energie umverteilt. Es schaltet ab, was es sich gerade nicht mehr leisten kann.
Lesezeit 3 Minuten
Dein Schritt für morgen
Nimm dir den gestrigen Tag und schreib nur die Übergänge auf. Jeden Moment, in dem etwas aufhörte und etwas anderes anfing. Aufstehen, Frühstück, Anziehen, Rausgehen, Zurückkommen, Bildschirm aus, Essen, Zähneputzen, Bett. Die meisten Eltern kommen locker auf zwölf bis zwanzig.
- Schreib alle Übergänge von gestern auf und zähl sie durch.
- Markier die drei, an denen es gekippt ist.
- Von diesen drei: Welcher war der erste am Tag?
Diesen einen Übergang machst du ab morgen vorhersehbar
Derselbe Ablauf, dieselben Worte, dieselbe Reihenfolge. Drei Schritte, nicht mehr. Du kannst sie aufschreiben und aufhängen, malen, Piktogramme nutzen oder drei Fotos machen, die ihn zeigen.
Und streich diese Woche eine Sache
Eine, die nicht in dieser Woche geschehen muss. Ein Arzttermin, der warten kann. Besuch. Das Schwimmbad.
Das Ziel ist: Einen Anker rein, eine Sache raus.
Rechne mit drei bis fünf Tagen, bis dein Kind dem Anker traut. Der erste Tag sagt gar nichts. Wenn es morgen nicht funktioniert, heißt das nicht, dass es nicht funktioniert.
Die Aufzeichnung
Warum die Ferien kippen, Meltdown und Burnout, die Übung
Für die Übung brauchst du Zettel und Stift.
Eins noch, weil wir über Burnout gesprochen haben
Wenn du an dem Punkt bist, an dem du morgens nicht mehr aufstehen willst, oder wenn dich eigene Gedanken erschrecken: Das gehört in ärztliche Hände, zeitnah. Sag es einer Ärztin, einer Therapeutin oder einem Menschen, dem du vertraust. Ein Gruppenprogramm ist dafür das falsche Werkzeug.
Wenn du willst
Wie es weitergeht
Der Anker hält die Ferien. Er hält keinen Burnout auf, der ein ganzes Schuljahr gebraucht hat, um zu entstehen.
Gemeinsam STARK ist mein Programm für Eltern neurodivergenter Kinder. Zwanzig Wochen in einer festen Gruppe mit Calls alle vierzehn Tage.
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Was ich dir anbiete, ist ein Einordnungsgespräch. Dreißig Minuten über Zoom, Kamera optional, komplett unverbindlich. Du erzählst mir, wo ihr steht, und ich sage dir, was ich sehe und ob das Programm dafür das Richtige ist. Ich frage dich am Ende nicht, ob du dich jetzt entscheidest. Kein Countdown, kein Nachfass-Anruf. Wenn ich denke, es passt nicht, sage ich dir das.
Termine für die erste Gruppe gibt es bis Mittwoch, den 5. August.
Wenn du nicht sicher bist, ob es zu euch passt: Buch das Gespräch trotzdem. Das Gespräch ist nicht die Entscheidung und gibt dir Klarheit.
Kein Termin frei? Schreib mir, dann finden wir einen: alexis@diversara.de
Du willst kein Gespräch und direkt starten? Hier anmelden — ich melde mich dann wegen der Details. Oder direkt per Einmalzahlung.
Fragen zwischendurch gehen auch per WhatsApp: 0151 50337946
